Als „wenig ehrgeizig“ bezeichnet der Liberale hingegen die für die Umsetzung des Maßnahmenpaketes vorgesehenen Finanzmittel. „Es bringt die gesellschaftliche Integration nicht weiter, vollmundig ein Maßnahmenpaket anzukündigen, um im selben Atemzug ‚ja aber‘ hinterherzurufen und alles unter Finanzierungsvorbehalt zu stellen. Damit hilft man Betroffenen nicht, vielmehr verunsichert man sie, da niemand absehen kann, was am Ende wirklich umgesetzt wird. Das sich zudem die Novelle des Behindertengleichstellungsgesetzes trotz ausführlicher Debatten in den im vergangenen Jahr durchgeführten Regionalkonferenzen weiter verzögert, ist schlichtweg nicht nachvollziehbar“, so Büttner weiter.
Um die im Paket enthaltenen Maßnahmen finanziell zu untersetzen, schlägt Büttner vor, Mittel aus der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe künftig nicht mehr nur für Maßnahmen der Arbeitsförderung einzusetzen, sondern diese allgemein für die Inklusion von Menschen mit Behinderung zu verwenden. Hierzu müsste das SGB IX entsprechend geändert werden. „Angesichts der Herausforderungen, vor denen alle Länder beim Thema Inklusion stehen, halte ich diesen Weg für vernünftig“, sagte Büttner.
